Die Bulletproof-Diät
Ernährung eines "Bio-Hackers"

Die Bulletproof-Diät wurde von Dave Asprey, einem Amerikaner, entwickelt, der selbst unter starkem Übergewicht und vielfachen körperlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Magen-Darm-Problemen etc. litt.

In Eigenregie und Selbstrecherche fand er die Ursachen seiner Probleme und entwickelte daraufhin eine spezielle kohlenhydratarme und fettreiche Ernährungsform, die ihn nach eigenen Angaben gesund und wieder fit machte. Er bezeichnet sich selbst als "Bio-Hacker", da er auch seinen Schlaf, Leistungsfähigkeit etc. mittels Ernährung "gehackt" habe.

Der sogenannte mittlerweile populäre Bulletproof-Coffee, eine Zubereitung aus schadstoff-freiem koffeinhaltigem Kaffee, Weidebutter und MCT-Öl, geht auf ihn zurück. Diesen entwickelte er aus einem traditionellen Yakbutter-Tee, den er 2004 von Tibetern zu trinken bekam.

Sein Rezept besteht aus einer Tasse Kaffee mit 1-2 Teelöffeln Weidebutter und 1-2 Teelöffeln MCT-Öl. Hierzu empfiehlt er seinen speziellen Kaffee, da Kaffeesorten, die Schimmelpilze enthalten, zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen können.
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Pilz- und schadstofffreier Kaffee, ausgezeichnet von Paleo360 . Er erfüllt die Bedingungen, die der Erfinder des Bulletproof-Kaffees, David Asprey, für perfekten Kaffeegenuss voraussetzt.
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Gemeinsamkeiten mit Low Carb High Fat

  • Der Kohlenhydratanteil in der Nahrung wird stark reduziert, der Anteil gesunder Fette wie Weidebutter oder Ghee, Kokos- bzw. MCT-Öl stark erhöht. Proteinquellen sind hochwertiges Fleisch aus Weidehaltung und Weideeier.
  • Obst wird nur in geringen Mengen gegessen.
  • Es wird möglichst auf Lebensmittelzusätze, Geschmacksverstärker und künstliche Süßungsmittel verzichtet. 

Unterschiede zu Low Carb High Fat

Dave Asprey legt außerdem Wert auf die Vermeidung folgender Lebensmittel bzw. Beachtung des folgenden:
  • Lebensmittel, die bestimmte Lektine enthalten, sollten gemieden werden. Dies betrifft neben Getreide, manchen Bohnensorten und Soja, die auch bei LCHF gemieden werden, auch den Verzehr roher Nachtschattengewächse. Lektine sind Proteine, die sich an den Zucker binden können und in sehr hoher Konzentration im Dünndarm zu Schädigungen der Darmzotten oder Gelenkschädigungen führen können.
  • Lebensmittel, die Phytate enthalten, können in großen Mengen den Darm reizen. Aus diesem Grund sollte bei Fleisch vor allem auf Weiderind und Weideschaf zurückgegriffen werden, da dies die Eigenschaft hat, die Phytate, die über die Nahrung aufgenommen werden, herauszufiltern. Auch bei LCHF wird empfohlen möglicht Weiderind zu essen, jedoch sind hier die Phytate nicht die Begründung sondern die niedrigere Belastung des Fleisches mit Hormonen, Getreidesubstanzen und dem besseren Omega3:Omega6-Verhältnis.
  • Milchprodukte mit Ausnahme von Weidebutter bzw. Ghee sollten gemieden werden, da Dave Asprey Milcheiweiß wie Casein und BCM-7 für schädlich/ungesund hält. 

Kohlenhydrate werden nicht so stark reduziert wie bei einer strikten LCHF-Ernährungsweise. So gestattet seine Bulletproof-Diät auch Kohlenhydrate wie weißen Reis, Süßkartoffeln oder gekochte Karotten, jedoch nur zum Abendessen, da hier besonders günstige bakterielle Zusammensetzungen im Darm bestehen würden. Außerdem wird durch den Verzehr der Kohlenhydrate vermehrt Serotonin produziert, das wiederum für die Melatonin-Produktion benötigt wird und daher einen guten Schlaf bringe. 50-70% der aufgenommenen Kalorien sollen aus gesunden Fetten stammen, ca. 20% aus Eiweiß und der Rest aus Kohlenhydraten.

Dauerhafte Ketose hält Dave Asprey für einen ungesunden Zustand, der zu Verstopfung, schlechtem Atem, Frieren, Nebennierenerschöpfung und Ansammlung von biogenen Histaminen im Blut führen könne. Beim sog. „intermittierenden Bulletproof-Fasten“ legt er deshalb Wert darauf, dass der Zustand der Ketose auch immer wieder verlassen wird.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass beispielsweise bei Epilepsie und Krebs gerade der dauerhafte Ketosezustand notwendig ist, um von den gesundheitlichen Vorteilen umfassend profitieren zu können.

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